Es geht nicht um Bildungsabbau

07.11.2012
Im Interesse eines qualitativ hochstehenden, vielfältigen Bildungsangebots und guter Bildungschancen für alle, haben Kanton und Gemeinden in den letzten Jahren die Kosten pro Schülerin und Schüler der Volksschule substanziell erhöht. Von den Massnahmen zur Sanierung der Kantonsfinanzen wurde der Bildungsbereich mit Abstand am wenigsten stark betroffen. Regierung und Landrat haben so den hohen Stellenwert der Bildung ausdrücklich bekräftigt.
 
Die drei Initiativen unter dem tatsachenwidrigen Titel „Stopp dem Bildungsabbau“ hätten für Kanton und Gemeinden jährliche Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe zur Folge, ohne dass unsere Kinder von einem besseren Bildungsangebot profitieren könnten. Wir sind gut aufgestellt:
 
  • Mit der Klassenbildung in Schulkreisen können trotz rückläufiger Schülerinnen- und Schülerzahlen die heutigen Sekundarschulstandorte gesichert und Schulschliessungen verhindert werden.
  • Durchschnittliche Klassengrössen von knapp 20 Schülerinnen und Schülern und der von Regierung und Landrat beschlossene Gegenvorschlag, mit dem die Höchstzahl auf 24 begrenzt wird, schaffen gute Voraussetzungen für erfolgreiches Lehren und Lernen.
  • Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer haben richtigerweise zusätzliche Zeit für ihre anspruchsvolle Aufgabe zur Verfügung. Mit gezielten Stütz- und Förderangeboten werden Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen auf dem Weg zur Erreichung der Lernziele begleitet.
 
Diese positiven Tatsachen werden in der Pro-Kampagne systematisch verschwiegen. Stattdessen wird die Gute Schule Baselland schlecht geredet.
 
Die überrissenen Forderungen der Initiantinnen und Initianten verschärfen den Druck auf Leistungsabbau im Bildungsbereich und schaden der Guten Schule Baselland.
 
Deshalb beantragen Regierung und Parlament:
 
3 x NEIN – damit wir uns die Gute Schule Baselland auch in Zukunft leisten können.
 
Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion BL