Co-Leitung in der GIS-Fachstelle

Im Hinblick auf die Pensionierung von Jean-Marc Buttliger als Leiter der GIS-Fachstelle galt es, eine geeignete Lösung für dessen Nachfolge zu finden. Nach einigen Gesprächen und Überlegungen stand die bevorzugte Lösung fest: Es sollte eine Co-Leitung werden, bestehend aus Ruth Albrecht und Karsten Deininger – beide sind schon seit vielen Jahren in der GIS-Fachstelle tätig. Nachdem die neue Co-Leitung nun seit gut zwei Monaten im Amt ist, möchten beide die Gelegenheit nutzen und darüber berichten, wie es zu dieser Lösung gekommen ist und wie sie die Aufgabenteilung gestalten.

Ruth Albrecht und Karsten Deininger, Co-Leitung GIS-Fachstelle, Amt für Geoinformation

Wer wir sind
Wir sind Ruth Albrecht und Karsten Deininger, die neue Co-Leitung der GIS-Fachstelle im Amt für Geoinformation Basel-Landschaft. Wir sind seit 2002 beziehungsweise 2013 hier tätig und kennen die GIS-Fachstelle aus Sicht der Mitarbeitenden bestens. Seit dem 1. Mai 2022 leiten wir gemeinsam das Team und nehmen damit eine ganze Reihe neuer Aufgaben wahr. Für uns ist dies eine neue Herausforderung, aber vor allem auch eine Chance, den Rucksack an Erfahrung weiter zu füllen. Nebst den bisherigen technischen und organisatorischen Aufgaben kommen nun Führungsaufgaben dazu, und die Komponente «Mensch» wird damit sehr viel wichtiger. Darin sehen wir eine grosse Verantwortung.

Die Schritte zur Co-Leitung
Bis die Co-Leitung Realität wurde, waren etliche Vorarbeiten nötig. Nach dem gegenseitigen Commitment ging es zunächst darum, die Idee unserem Vorgesetzten, dem Amtsleiter Patrick Reimann, zu unterbreiten. Er hat sie von Anfang an mit Interesse und Wohlwollen angenommen. Da jedoch eine Co-Leitung für alle von uns etwas Neues war, bestand der nächste Schritt zunächst darin, sich vertieft mit dem Thema auseinander zu setzen. Anschliessend folgten mehrere Arbeitssitzungen zusammen mit Patrick Reimann und unserem Vorgänger, Jean-Marc Buttliger, um die konkrete Ausgestaltung zu erarbeiten. Dabei haben wir ganz offen über die Chancen, aber auch Gefahren und Risiken einer geteilten Leitung diskutiert. Das wichtigste Ergebnis war ein Konzept, in dem klar definiert ist, welche der Aufgaben aufgeteilt und welche gemeinsam wahrgenommen werden.

Vorteile einer Co-Leitung
Wir selber sehen in der Co-Leitung viele Vorteile. So können zum Beispiel Entscheidungen gemeinsam besprochen und vertreten werden. Dadurch, dass bei der Beurteilung zwei Sichtweisen einfliessen, werden auch verschiedene Perspektiven berücksichtigt, und bei der Suche nach Lösungen wird die Palette an Ideen vielfältiger. Während Karsten Deininger seine Kernkompetenzen auf technischer Ebene und in der Applikationsentwicklung hat, stehen bei Ruth Albrecht Projektleitungen, Schulungstätigkeiten und die Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund. Die gegenseitige Unterstützung gewährleistet auch eine bessere Work-Life-Balance. Zwar nehmen wir übergeordnete Aufgaben – wie die Erarbeitung unserer Strategie, die Steuerung der kantonalen Geodateninfrastruktur oder die personelle Führung – gemeinsam wahr, andere Aufgaben sind jedoch schwergewichtig einer Person zugeteilt. Je nach Arbeitslast bietet die Co-Leitung auch die Möglichkeit, Arbeiten spontan der Tandem-Partnerin oder dem -Partner zu übertragen.

Risiken einer Co-Leitung
Als ein mögliches Risiko sehen wir, dass durch die Aufteilung der Führung auf vier Schultern die Zuständigkeiten zu wenig klar sein könnten, sei es, dass das Team nicht weiss, mit welchen Anliegen es wen aufsuchen muss, oder sei es gegen aussen. Daher haben wir ein Konzept erstellt, in der die Aufteilung definiert wird. Die folgende Abbildung zeigt eine vereinfachte Darstellung davon.

Bild Legende:

Gemeinsame Werte
Für unsere Co-Leitung haben wir gemeinsame Werte festgelegt, die uns besonders wichtig sind. Es sind dies Authentizität, Transparenz (und eine klare Linie), Respekt und Wertschätzung im zwischenmenschlichen Umgang, Einbinden des Teams bei der Entwicklung von Strategien, Zielen und Lösungswegen sowie ein offener Umgang mit Problemen und Konflikten.

Massnahmen 
Wichtig scheint uns, dass wir als Einheit wahrgenommen werden und Standpunkte nach gemeinsamer Absprache gleich vertreten. Um den Austausch untereinander zu optimieren, haben wir ein gemeinsames Büro bezogen. In einem Dokument haben wir alle unsere Gedanken für den Start unserer Co-Leitung festgehalten: Vorteile, Nachteile, Chancen, Risiken sowie unsere Stärken und Schwächen oder Persönlichkeitsmerkmale. Zu einzelnen Risiken haben wir mögliche Massnahmen definiert. Dieses Dokument soll uns – zumindest in der Anfangszeit – als Werkzeug dienen, um die gemeinsame Führung Schritt für Schritt aufzubauen, neu zu reflektieren und zu optimieren.

Noch ist es zu früh, um eine erste Beurteilung vorzunehmen. Der gemeinsame Start – zusammen mit unserem Team – ist aber gelungen, und wir freuen uns nun sehr, die Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft der GIS-Fachstelle wahrzunehmen und die GIS-Produktpalette und -Dienstleistungen weiter auszubauen.

Kontakt
Amt für Geoinformation
Mühlemattstrasse 36
4410 Liestal
Tel. 061 552 56 73