Geringe Pestizidrückstände in Baselbieter Kirschen

02.09.2016

Kampagnenbericht zur Marktkontrolle von Baselbieter Kirschen



Die untersuchten Baselbieter Kirschen waren überwiegend mit keinen oder wenigen Pestizidrückständen belastet. 3 von 41 Proben enthielten jedoch unerlaubte Substanzen, die in der Schweiz nicht mehr zugelassen sind.

Tafelkirschen aus Basel Landschaft sind ein beliebtes Markenzeichen für den Kanton und werden in der ganzen Schweiz verkauft. Dieses Jahr jedoch waren die Ernteausfälle aufgrund der Kirschessigfliege enorm. Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) kommt seit einigen Jahren in hiesigen Regionen vor und befällt bevorzugt reife Früchte oder Früchte kurz vor der Reife.  Zur grossen Population des Schädlings hat unter anderem der sehr milde Winter beigetragen, welchen die Fliegen überlebten.  Der darauffolgende feuchte Frühling und Sommer begünstigte zudem  den Pilzbefall insbesondere bei ungeschützten Hochstammkulturen. Die Schäden der heimischen Kirschenfliege konnten bisher mit dem Pflanzenschutzmittel Dimethoat reduziert werden, für welches das BLW bis Ende 2015 eine Sonderbewilligung erteilte. Dieses Jahr wurde Dimethoat in der Schweiz nicht mehr zugelassen.

In diesem Sommer wurden 41 Proben Baselbieter Kirschen auf Pestizidrückstände untersucht. Mit dieser Kampagne sollte kontrolliert werden, ob die zugelassenen Mengen für in der Schweiz freigegebene Pestizide nicht überschritten werden. Zudem wurde überprüft, ob nicht zugelassene Pestizide nachgewiesen werden können.

3 Proben enthielten den in der Schweiz nicht zugelassenen Wirkstoff Dimethoat beziehungsweise dessen Abbauprodukt Omethoat. In den biologisch produzierten Kirschen waren keine Pestizidrückstände nachweisbar. In den übrigen Proben konnten geringe Spuren an Rückständen festgestellt werden, die jedoch alle weit unterhalb der zugelassenen Höchstmenge lagen.
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