Naturschutzgebiet „Ermitage-Chilchholz"

04.02.2015
Erweiterung des Naturschutzgebietes „Ermitage-Chilchholz“ in das Inventar der geschützten Naturobjekte des Kantons Basel-Landschaft
  
Der Regierungsrat hat die Erweiterung des Naturschutzgebietes „Ermitage-Chilchholz“ in das Inventar der geschützten Naturobjekte des Kantons Basel-Landschaft aufgenommen.
Die Waldungen von Arlesheim zählen zu den Standorten höchster biologischer Vielfalt des Baselbietes. Auf Antrag der Stiftung „Ermitage Arlesheim und Schloss Birseck“ nahm der Regierungsrat im Jahr 1999 in einem ersten Schritt den Kernbereich des Gebietes „Ermitage“ mit dem Talgrund, den Weihern sowie Teilen des umgebenden Waldes in das Inventar der geschützten Naturobjekte des Kantons Basel-Landschaft auf. Zuvor war schon im gleichen Jahr der berühmte Landschaftsgarten der „Ermitage“ unter Denkmalschutz gestellt worden.
Im Jahr 2006 wurde das Naturschutzgebiet „Ermitage“ erstmals erweitert. Mit dieser Erweiterung konnte das Naturschutzgebiet „Ermitage“ zu einem ökologisch besonders wertvollen Gesamtkomplex aufgewertet werden, welcher aufgrund der bedeutenden Gebietsausdehnung neu als Naturschutzgebiet „Ermitage-Chilchholz“ bezeichnet wurde.
Nutz- und Schutzkonzept erarbeitet
Nun kann das Naturschutzgebiet „Ermitage-Chilchholz“ erneut mit den nordwestlich angrenzenden, ebenfalls sehr wertvollen Gebieten rund um die „Burg Reichenstein“, im „Gspänig“ und dem „Steinbruch Arlesheim“ erweitert werden. Auf Antrag der Stiftung Burg Reichenstein und der Einwohnergemeinde Arlesheim als Waldeigentümer und gestützt auf die kantonalen Naturinventare erarbeitete im Jahr 2013 das Amt für Wald beider Basel gemeinsam mit der kantonalen Naturschutzfachstelle ein Nutz- und Schutzkonzept für das naturschützerisch wertvolle Waldgebiet „Burg Reichenstein, Gspänig“. Darauf basierend werden nun die Gebiete „Burg Reichenstein“, „Gspänig“ und „Steinbruch Arlesheim“ ebenfalls in das Inventar der geschützten Naturobjekte des Kantons Basel-Landschaft aufgenommen. Die beiden früheren Unterschutzstellungen und die jetzige Erweiterung werden mit dem vorliegenden Regierungsratsbeschluss zusammengefasst.
Mit den neuen Schutzgebietsflächen erfährt das Naturschutzgebiet „Ermitage-Chilchholz“ eine Erweiterung von bisher 242,27 Hektaren um 58,96 Hektaren auf neu 301,23 Hektaren (davon 271,07 Hektaren Waldareal).
Für Rückfragen
Paul Imbeck, Abteilung Natur und Landschaft, Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD), 061 552 55 76