Regierungsrat empfängt führende Life-Science-Firmen der Region

10.11.2015
Pharmabranche begrüsst Vereinbarung der Regierungen von Basel-Landschaft und Basel-Stadt zur Universität Basel

Eine Delegation des Regierungsrates hat am Dienstagnachmittag Vetreter führender Life-Science-Firmen der Region (Actelion, Bachem, Novartis und Roche) und der Interpharma empfangen. In einer gemeinsamen Medienmitteilung halten Regierungsrat und Vertreter der Pharmabranche fest, dass „die Universität insbesondere für die Pharmabranche ein entscheidender Standortfaktor“ ist. Die Vertreter der Pharmabranche begrüssen die Vereinbarung zur Universität Basel, die zwischen den beiden Kantonsregierungen getroffen wurde. Gestärkt wird der Bildungs- und Forschungsstandort ausserdem durch die neue gemeinsame Trägerschaft des Tropeninstituts und durch die Anschubfinanzierung zum weiteren Ausbau der ETH-Präsenz, welche beide Bestandteil der Vereinbarung sind.

Nachdem der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft am 8. Juli 2015 die Finanzstrategie vorgestellt hatte, sind führende Pharmafirmen aus den beiden Basel mit einem Schreiben der Interpharma an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft gelangt und haben darin ihre Besorgnis „über die geplanten massiven Kürzungen des Beitrags an die Universität Basel“ mitgeteilt. Zudem baten sie den Regierungsrat um ein Treffen, das am Dienstagnachmittag stattgefunden hat.

Qualität der Ausbildung und der Forschung sind entscheidend für die Pharmaindustrie
Die Vertreter der Pharmabranche betonten im Rahmen des Gesprächs die Bedeutung der Universität Basel für die Region Basel „als einen der stärksten und wettbewerbsfähigsten Standorte der Life Sciences und der forschenden Pharmaindustrie weltweit“. 25'000 Personen, fast zwei Drittel aller in der Schweizer Pharmaindustrie Beschäftigten, arbeiten in der Region und fast jeder zweite Franken der Wertschöpfung in der Region wird direkt und indirekt von den Life Sciences erwirtschaftet.
Die heutige Stellung der Region Basel und der Schweiz in der weltweiten chemisch-pharmazeutischen Industrie basiere zu einem beachtlichen Teil auf der Qualität der Ausbildung und der Forschung, die an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen und den Universitäten geleistet wird. Die hohe Qualität der Ausbildung des dualen Bildungssystems schaffe zudem den notwendigen Zugang zu hoch qualifizierten Arbeitskräften. Das exzellente Niveau der Forschung ermögliche Kooperationsprojekte zwischen den Universitäten, der ETH und der forschenden Pharmaindustrie.

Pharmaindustrie begrüsst die Vereinbarung zur Universität Basel

Die forschende Pharmaindustrie begrüsst deshalb die Vereinbarung der beiden Regierungen zur Universität Basel und sieht das gewählte Vorgehen als wichtigen ersten Schritt, „um die gemeinsame Trägerschaft der Universität Basel nachhaltig zu sichern“. Nur in einer gemeinsamen Trägerschaft sei das Ziel zu erreichen, die Forschung der Universität Basel im Life-Sciences-Bereich international in den vorderen Rängen zu positionieren. Gestärkt wird der Bildungs- und Forschungsstandort ausserdem durch die neue gemeinsame Trägerschaft des Tropeninstituts und durch die Anschubfinanzierung zum weiteren Ausbau der ETH-Präsenz, welche beide Bestandteil der Vereinbarung sind.

Entscheide der beiden Parlamente bis Ende Jahr
Die Parlamente beider Kantone werden sich in den nächsten Wochen zur Vereinbarung äussern, mit der sowohl die gemeinsame Trägerschaft der Universität Basel als auch die Kulturvertragspauschale fortgesetzt werden können.
Der Grosse Rat wird bereits am 11. November 2015 darüber befinden, ob der Kanton Basel-Stadt befristet auf vier Jahre einen jährlichen Entlastungsbeitrag von 20 Millionen Franken an den Kanton Basel-Landschaft leisten wird. Im Gegenzug soll sich der Kanton Basel-Landschaft verpflichten, den Universitätsvertrag, die Immobilienvereinbarung der Universität Basel und den Kulturvertrag ungekündigt bis mindestens Ende 2019 weiterzuführen.
Der Landrat wird dazu Mitte Dezember 2015 ein Postulat beraten, das den Regierungsrat Basel-Landschaft eingeladen hat, den Universitätsvertrag zu kündigen und neu zu verhandeln. Zudem werden im Dezember 2015 zwei in der regierungsrätlichen Vereinbarung aufgeführte Voraussetzungen im Landrat beraten und dazu entsprechende Beschlüsse gefasst: Die Vorlagen zur Pensionskassenreform der Universität Basel und die Vorlage zur Anschubfinanzierung für das Department of Biosystems Science and Engineering der ETH Zürich am Standort Basel.


Für Rückfragen:
  • Regierungspräsident Anton Lauber, Koordination durch Nic Kaufmann, 2. Landschreiber / Regierungssprecher, Tel. 079 757 72 80
  • Thomas Cueni, Generalsekretär Interpharma, Tel. 079 322 58 17
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